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Oberösterreich

Betreuung in den vier Wänden


Gmunden / Bezirksrundschau, 27.5.2010 / Das Hilfswerk bietet ebenso wie Barbara Altenberger eine 24-Stunden-Betreuung an

 

 

Eine gute Alternative zum Pflegeheim ist die 24-Stunden-Betreuung zu Hause. Mit der Hilfe von geschultem Personal können pflegebedürftige Menschen so in den eignen vier Wänden bleiben.

 

Das Hilfswerk bietet seit rund drei Jahren die 24-Stunden-Betreuung an. In Gmunden ist Christa Bachlechner für Anmeldungen, Förderungen und weitere Fragen zuständig. Dreizehn ältere Menschen, darunter ein Ehepaar, werden derzeit von Hilfswerk-Mitarbeitern betreut. Die 24-Stunden-Betreuerinnen kommen meist aus der Slowakei, bleiben zwei Wochen bei ihren Kunden und wechseln dann mit der zweiten Betreuerin, die dann zwei Wochen bleibt, ab. "Es gibt Kunden, die sich seit Beginn beim Hilfswerk zu Hause betreuen lassen. Die haben meist die selben Pflegerinnen, da sind richtige Freundschaften entstanden", so Bachlechner. Gibt es Probleme, steht Bachlechner mit Rat und Tat zur Seite. "Wir haben auch eine interne Dokumentation, ich komme alle sechs Wochen zu den Kunden zu einer Visite. Da kann man über offene Fragen sprechen", so die diplomierte Krankenpflegerein weiter. Die Pflegerinnen haben ein Diensthandy vor Ort, um auch jederzeit erreichbar zu sein. In Gmunden sind die Kunden, die die Pflege in den eigenen vier Wänden genießen, zwischen 80 und 95 Jahre alt.

 

"Der Trend ist sicherlich steigend. Das ist darauf zurück zu führen, dass die Altenheime voll sind, aber auch auf den Wunsch der älteren Menschen, in der gewohnten Umgebung bleiben zu können", so Bachlechner weiter. Bei den Kosten kommt es darauf an, ob der Kunde eine Betreuungs- oder eine Pflegeperson benötigt. "Das kläre ich bei einem Erstgespräch ab, da erstelle ich ein Anforderungsprofil". 1050 Euro ist die einmalige Vermittlungsgebühr für zwei Betreuerinnen. Die weitere Betreuung kostet pro Monat 2026 Euro und ist auch wieder vom Aufwand abhängig. Ab Pflegestufe drei gibt es eine Förderung des Bundessozialamtes über 550 Euro pro Monat. Hier darf das monatliche Einkommen 2000 Euro nicht übersteigen.

 

Nachfrage steigt enorm

 

Barbara Altenberger ist eigentlich Bankkauffrau. Über 35 Jahre war sie in diesem Beruf tätig. Anfang 2009 begann sie sich nebenberufloich für die 24-Stunden-Betreuung von pflegebedürftigen Menschnen in ihrer Heimatgemeinde Bad Goisern und Umgebung zu engagieren. Inzwischen hat sie ihren Job bei der Bank aufgegeben, um sich voll und ganz auf ihre neue Aufgabe konzentrieren zu können:

Altenberger vermittelt in ihrer Agentur slowakische Pflegerinnen für hilfsbedürftige Menschen im Inneren Salzkammergut. "Die Nachfrage ist enorm", erzählt sie, "und wird wahrscheinlich noch steigen, da zum einen die Menschen immer älter werden und zum anderen die Betreuung in den eigenen vier Wänden einem Altersheim natürlich vorgezogen wird". Die Kosten variieren zwischen 50 und 70 Euro pro Tag, schildert die Agentur-Chefin. Hinzu kommt eine halbjährliche Vermitttlungsgebühr von 350 Euro plus Fahrtkosten für die Pflegerin in Höhe von etwa 130 Euro.

 

Die Pflegerin bleibt 14 Tage beim Patienten, wobei eine zweistündige Pause pro Tag vorgesehen ist. "Natürlich", so Altenberger, "müssen die Rahmenbedingungen passen". Das heißt, ein eigenes Zimmer samt Bad für die Pflegerin muss vorhanden sein. Von den Gegebenheiten überzeugt sich Altenberger vor Ort höchstpersönlich. Zu den Aufgaben der Pfleger gehören neben der Körperpflege auch die Führung des Haushaltes (kochen, putzen, einkaufen) und die Unterstützung bei der Lebensführung. Besonders schön sei es, so Altenberger, wenn Leute anrufen oder sich persönlich bedanken.

 

Zur Sache:

 

Hilfswerk:  Christa Bachlechner (Gmunden), Tel.: 07612/76220

Renate Zopf (Bad Ischl), Tel.: 0664/807651213

Barbara Altenberger (Bad Goisern), Tel.. 0650/8710426







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